Aktueller Sternenhimmel Dezember 2016

 

Das erwartet Sie im Dezember am Nachthimmel:

 Am 21. Dezember um 11:44 Uhr ist Wintersonnenwende. Dann tritt die Sonne aus dem Tierkreiszeichen Schütze in den Steinbock und hat den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn erreicht. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres.

 

Planeten

Merkur ist im Dezember von unseren Breitengraden aus nicht zu sehen.

Die Venus zeigt sich dagegen weiterhin am frühen Abend im Südwesten. Ein interessanter Anblick bietet sich am 3. Dezember gegen 18 Uhr. Dann kommt es zu einer Begegnung von Venus, die im Sternbild Schütze steht, und der zunehmenden Mondsichel. Am 7. Dezember wechselt sie schließlich in den Steinbock und ist ab dem 31. Dezember im Sternbild Wassermann zu finden. Im Verlauf des Dezembers geht die Venus immer später unter: Ist sie zu Monatsbeginn nach Sonnenuntergang nur zwei Stunden lang zu beobachten, so sinkt sie zu Monatsende erst vier Stunden nach Sonnenuntergang dem Horizont entgegen. 

Mit Mars erscheint zu Beginn der Nacht auch unser zweiter Nachbarplanet am Sternenhimmel. Erspähen kann man ihn bis zur Monatsmitte im Sternbild Steinbock, danach steht er im Wassermann. Seine Untergänge erfolgen zwischen 21 Uhr und 21:30 Uhr.

Jupiter ist nach wie vor am Morgenhimmel im Südosten auszumachen. Der in der Jungfrau stehende Planet baut seine Sichtbarkeit aus und geht zu Monatsende bereits gegen 2 Uhr auf. Am 23. Dezember kann gegen 5 Uhr eine Konstellation bestehend aus Jupiter, dem Halbmond und dem hellsten Stern der Jungfrau, Spica, gesehen werden.

Der Ringplanet Saturn kann im Dezember nicht beobachtet werden. 

 

Mond

Der Erdtrabant bedeckt am 13. Dezember gegen 6:30 Uhr den rötlichen Stern Aldebaran im Stier. Dieses Ereignis spielt sich tief am nordwestlichen Teil des Himmelszelts ab. Am darauffolgenden Tag kann der Mond in seiner vollen Gestalt bewundert werden. Fünfzehn Tage später, am 29. Dezember, ist Neumond. 

 

Fixsterne

Am frühen Abend findet man den Großen Wagen tief im Norden. Im Westen kann man gerade noch das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken, bevor es sich relativ bald durch den Untergang des Adlers auflöst. 

Auch die typischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind schon etwas in den Westen gerückt. Damit bereiten sie den Weg für die helleren Sternbilder des Winters, die bereits im Osten aufgehen. 

In der Mitte der Nacht haben sie ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder bilden zusammen ein fast gleichmäßiges Sechseck, welches auch Wintersechseck genannt wird. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern etwas höher geklettert und erreicht in den frühen Morgenstunden seine höchste Stellung am Himmel. Unterhalb des Großen Wagens ist mit dem Löwen auch bereits ein charakteristisches Frühlingssternbild aufgegangen. 

 

Sternschnuppen

Im Dezember gibt es gleich zwei Sternschnuppenströme. Zwischen dem 6. und dem 16. Dezember treten die Geminiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich von 21 bis 6 Uhr. Die höchsten Fallraten mit maximal 120 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember erwartet. Allerdings wird man dieses Jahr beim Beobachten der Geminiden durch den fast vollen Mond erheblich gestört.

Ab dem 16. bis zum 25. Dezember können die Ursiden gesehen werden. Deren Maximum hingegen fällt mit ungefähr 20 Sternschnuppen pro Stunde in den frühen Morgenstunden des 22. Dezember deutlich weniger zahlreich aus als das der Geminiden. 

 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

Sternenhimmel am 15.12.16 um 19 Uhr
Sternenhimmel am 15.12.16 um 5 Uhr
Konstellation: Venus, Mars und Mond am 3.12.16 um 18 Uhr
Konstellation: Mond bedeckt Aldebaran im Stier am 13.12.16 um 6:30 Uhr
Konstellation: Mond, Jupiter und Spica am 23.12.16 um 5 Uhr