Aktueller Sternenhimmel April 2017

 

Das erwartet Sie im April am Nachthimmel:

 

Planeten

Merkur verabschiedet sich zu Beginn des Monats vom Abendhimmel. Bis zum 7. April kann der kleinste Planet unseres Sonnensystems noch im Sternbild Widder gesehen werden. Da Merkur schon um 21:45 Uhr untergeht und tief am westlichen Horizont steht, kann er nur mit Mühe erspäht werden.

Unser Nachbarplanet Venus baut seine Morgensichtbarkeit weiter aus. Während die Venus am 1. April erst um 6 Uhr im Osten aufgeht, kann sie am 30. April schon ab 4:40 Uhr am Himmelszelt entdeckt werden. An diesem Tag erstrahlt die Venus, welche in den Fischen steht, zudem mit maximalem Glanz.

Mit Mars findet man am Abendhimmel im Westen den zweiten Nachbarplanet der Erde. Er geht den gesamten Monat über gegen 23 Uhr unter und liegt bis zum 11. April von uns aus gesehen im Sternbild Widder, danach im Stier.

Jupiter ist im Sternbild Jungfrau die ganze Nacht hindurch am Firmament vertreten. Am 7. April kommt der Gasriese in Opposition zur Sonne. Dann steht er der Sonne genau gegenüber. Bei Sonnenuntergang geht er im Osten auf, bei Sonnenaufgang im Westen unter.  

Eine Begegnung von Jupiter und Vollmond kann am 10. April um 23 Uhr im Südosten erblickt werden.

Auch Saturn, der am weitesten entfernte Planet, der von der Erde aus noch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, funkelt im April am Sternenhimmel. Im Sternbild Schütze stehend geht er im Verlauf des Monats immer früher auf, sodass er zu Monatsende ab 0:30 Uhr am Nachthimmel erscheint. Am 17. April kann das Zusammentreffen von Mond und Saturn im Südosten um 3:00 Uhr beobachtet werden.

 

Mond

Der Mond wendet uns seine beschienene Seite am 11. April zu. Es ist Vollmond. Neumond ist schließlich am 26. April. Zwei Tage später steht die dünne Mondsichel gegen 22 Uhr im Nordwesten, nah bei dem rötlichen Hauptstern des Stiers Aldebaran. Etwas abseits ist auch der Mars mit von der Partie. 

 

Fixsterne

Zu Beginn der Nacht steht der Große Wagen fast im Zenit. Im Südwesten befinden sich mit Stier und Orion einige der Wintersternbilder auf dem Rückzug. Das markante Sternbild Löwe funkelt, gemeinsam mit dem unscheinbaren Krebs, hoch im Südosten. Tiefer im Süden findet man Wasserschlange, Becher und Rabe. Im Osten haben einige Sternbilder des Frühlings, wie Bärenhüter und Jungfrau, Einzug gehalten. Durch eine Verlängerung der Wagendeichsel des Großen Wagens gelangt man auf einem geschwungenen Bogen zu diesen beiden Sternbildern.

Da die Sonne zunehmend später untergeht und es dadurch auch immer später dunkel wird, hat sich der Anblick des Himmels um Mitternacht im Vergleich zu dem bei Beginn der Nacht noch nicht groß verändert. Ein Großteil der Wintersternbilder ist untergegangen, nur der Fuhrmann und die Zwillinge halten noch die Stellung. Die Sternbilder des Frühlings sind in den Süden gerückt und im Osten haben sich Herkules und Schlangenträger zum Sternenreigen gesellt. 

Gegen Ende der Nacht findet man den Großen Wagen im Nordwesten, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter im Westen im Untergang begriffen sind. Herkules erreicht seine höchste Position im Zenit und Waage sowie Schütze und Skorpion beherrschen den südlichen Teil des Himmelsgewölbes. Im Osten strahlt unübersehbar das helle Sternendreieck aus Schwan, Leier und Adler und kündet von den bevorstehenden Sommertagen.

 

Sternschnuppen

Zwischen dem 15. und dem 24. April treten die Lyriden in Aktion. Diese sind mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise schnell. Das Maximum wird am 21. April erwartet. Dann sollen, vor allem in den frühen Morgenstunden, bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Sternenhimmel erscheinen.

 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)

 

Sternenhimmel am 15.04.17 um 21 Uhr
Sternenhimmel am 15.04.17 um 5 Uhr
Konstellation: Mond und Jupiter am 10.04.17 um 23 Uhr
Konstellation: Mond und Saturn am 17.04.17 um 3 Uhr
Konstellation: Mond, Aldebaran und Mars am 28.04.17 um 22 Uhr