Aktueller Sternenhimmel Januar 2018

Das erwartet Sie im Januar am Nachthimmel:

 

Erde

Die Erde durchläuft am 3. Januar ihren sonnennächsten Bahnpunkt. Zu diesem Zeitpunkt trennen sie circa 147 Millionen Kilometer von der Sonne.

Planeten

Merkur kann bis zum 10. Januar in den Morgenstunden im Südosten am Himmel gefunden werden. Der kleinste Planet des Sonnensystems geht gegen 6:50 Uhr auf, verblasst aber bald schon in der Morgendämmerung.

Venus ist im Januar nicht zu sehen. Sie steht am 9. Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne.

Der rötliche Mars ist am Morgenhimmel vertreten. Der äußere Nachbarplanet der Erde steht im Sternbild Waage und wechselt Ende Januar in den Skorpion. Seine Aufgänge werden im Verlauf des Monats zunehmend früher: von 4 Uhr am 1. Januar bis 3:15 Uhr am Ende des Monats. Eine schöne Konstellation können wir gleich zweimal betrachten: am 7. Januar, wenn Mars und Jupiter nahe beieinander stehen, und am 11. Januar, wenn sich zu diesen beiden noch die Sichel des Mondes gesellt. Beides kann gegen 6 Uhr morgens um Südosten beobachtet werden.

Der Gasriese Jupiter zeigt sich uns im Südosten am Morgenhimmel. Er steht im Sternbild Waage und während er zu Jahresbeginn um 4 Uhr aufgeht, kann er Ende Januar bereits um 2:30 Uhr am Sternenhimmel entdeckt werden. 

Der sich im Sternbild Schütze befindende Saturn erscheint ab dem 25. Januar wieder am Morgenhimmel. Sein Aufgang erfolgt um 6:20 Uhr.

Mond 

Am 17. Januar ist Vollmond. Vierzehn Tage später, am 31. Januar, zeigt uns der Mond seine sonnenabgewandte Seite. Es ist Neumond.
 

Fixsterne

Am frühen Abend findet man den Großen Wagen im Nordosten. Die typischen Herbststernbilder, darunter Pegasus und Andromeda, sind in den Westen gerückt. Damit bereiten sie den Weg für die helleren Sternbilder des Winters, die bereits im Südosten stehen. 

In der Mitte der Nacht haben sie ihre höchste Stellung im Süden erreicht. Besonders bekannt ist das Sternbild des Himmelsjägers Orion, aber auch die Sternbilder Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier sind mit von der Partie. Die hellsten Sterne der eben genannten Sternbilder bilden zusammen ein fast gleichmäßiges Sechseck, welches auch Wintersechseck genannt wird. Es besteht aus den Sternen Rigel im Orion, Sirius, dem hellsten Stern des Fixsternhimmels im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. Außerdem hat mit dem Löwen bereits ein Sternbild des Frühlings die Himmelsbühne betreten.

Im Verlauf der Nacht ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Himmelspol höher geklettert und erreicht in den frühen Morgenstunden seine höchste Stellung am Himmel. Das Wintersechseck ist im Untergang begriffen, während Löwe, Jungfrau und Bärenhüter nun im Süden und Südosten die Blicke auf sich ziehen. 

Sternschnuppen

Zwischen dem 1. und dem 10. Januar treten die Quadrantiden in Aktion. Die besten Chancen, einen Blick auf eine Sternschnuppe zu erhaschen, ergeben sich in den Morgenstunden. Die höchsten Fallraten mit ungefähr 100 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar erwartet. Da die Sternschnuppen aus dem Sternbild Bootes zu kommen scheinen, werden sie auch Bootiden genannt.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MEZ, gültig für Mannheim)