Aktueller Sternenhimmel Juni 2017

Das erwartet Sie im Juni am Nachthimmel:

 

Sonne

Am 21. Juni um 6:24 Uhr ist Sommersonnenwende. Dann erreicht die Sonne den höchsten Punkt ihrer Jahresbahn und wechselt aus dem Tierkreiszeichen Zwillinge in den Krebs. Es ist der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht.

 

Planeten

Merkur kann im Juni nicht am Sternenhimmel gesehen werden.

Venus ist am Morgenhimmel im Osten zu entdecken. Unser Nachbarplanet baut seine Morgensichtbarkeit aus und erstrahlt zu Monatsende schon ab 3 Uhr am Himmelszelt. Bis zum 27. Juni steht die Venus von uns aus gesehen im Sternbild Widder, danach im Stier. Am 20. Juni zeigen sich Venus und Mond gegen 3:30 Uhr gemeinsam tief am Osthorizont.

Der rötliche Mars ist in diesem Monat nicht sichtbar.

Jupiter ist zunehmend nur in der ersten Nachthälfte beobachtbar. Die Untergänge des in der Jungfrau stehenden Gasriesen verfrühen sich weiter: Während er am ersten Tag des Monats um 3:20 Uhr untergeht, ist er am Ende des Monats bereits um 1:30 Uhr vom Nachthimmel verschwunden. Eine Begegnung zwischen Jupiter und dem Halbmond kann am 4. Juni um Mitternacht im Südwesten verfolgt werden.

Der Ringplanet Saturn ist zum Planet der gesamten Nacht geworden, da er kurz nach Sonnenuntergang auf- und kurz vor Sonnenaufgang untergeht. Saturn befindet sich im Sternbild Schlangenträger und kommt am 15. Juni in Opposition zur Sonne. Dann steht er der Sonne genau gegenüber und erreicht seine geringste Entfernung zur Erde. Diese beträgt ungefähr 1350 Millionen Kilometer. Am 10. Juni gibt es einen schönen Himmelsanblick, wenn Saturn und der fast volle Mond gegen 2 Uhr im Süden stehen.

 

Mond 

Am 9. Juni ist Vollmond. Fünfzehn Tage später, am 24. Juni, steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Es ist Neumond.

 

Fixsterne

Um Mitternacht findet man den Großen Wagen, der Teil des Sternbilds Große Bärin ist, im Nordwesten. Im Westen stehen mit Löwe, Jungfrau und Bärenhüter die Sternbilder des Frühlings. Hoch am Himmel zeigt sich das fünftgrößte Sternbild, der ausgedehnte aber unauffällige Herkules. Schlangenträger und Waage sind im Süden vertreten, gemeinsam mit dem Skorpion, dessen rötlicher Hauptstern Antares knapp über dem Südhorizont funkelt. Im Osten erinnern Schwan, Leier und Adler an den beginnenden Sommer. Mit Pegasus und Andromeda gehen im Nordosten bereits typische Sternbilder des Herbstes auf.

Gegen vier Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, ist der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern tiefer gesunken und steht nun im Norden. Die Frühlingssternbilder sind untergegangen, nur der Bärenhüter hält im Westen noch die Stellung. Das Sommerdreieck bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Adler, Leier und Schwan ist im Süden die beherrschende und unübersehbare Figur. Den Osten dominieren die Herbststernbilder Andromeda und Pegasus, zu denen sich inzwischen noch Widder, Perseus und die Fische gesellt haben. 

 

Sternschnuppen

In den letzten zehn Junitagen treten die Juni-Bootiden in Aktion. Das Maximum soll am 27. Juni stattfinden. In den Jahren 1998 und 2004 konnten dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde entdeckt werden. Für dieses Jahr werden allerdings nur zwei bis zehn Sternschnuppen pro Stunde erwartet.

 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)