Aktueller Sternenhimmel Juli 2017

Das erwartet Sie im Juli am Nachthimmel:

Planeten

Der kleinste Planet unseres Sonnensystems, Merkur, ist im Juli in unseren Breitengraden nicht zu sehen.

Venus spielt ihre Rolle als Morgenstern und ist den gesamten Monat über ab 3 Uhr im Osten zu sehen. Unser Nachbarplanet steht im Sternbild Stier und wechselt am 31. Juli in die Zwillinge. 

Ein schöner Anblick bietet sich am 20. Juli gegen 4 Uhr morgens, wenn sich Venus gemeinsam mit der Sichel des abnehmenden Mondes in der Nähe des rötlichen Sterns Aldebaran im Stier zeigt.

Mars bleibt diesen Monat unsichtbar. Er befindet sich im Sternbild Krebs, in dem ab dem 20. Juli auch die Sonne zu finden ist. Am 27. Juli steht Mars in Konjunktion mit unserem Zentralgestirn und erreicht mit ungefähr 397 Millionen Kilometern seine größte Entfernung von der Erde in diesem Jahr.

Der Gasplanet Jupiter ist am Abendhimmel im Westen in der Jungfrau vertreten. Seine Untergänge verfrühen sich zunehmend. Während er zu Monatsbeginn noch um 1 Uhr am Himmel leuchtet, sinkt er zum Ende des Monats bereits um 23:30 Uhr unter den Horizont. 

Im Juli haben wir gleich zweimal die Gelegenheit, Jupiter in der Nähe des Mondes zu beobachten. Am 1. und am 28. Juli zeigen sie sich jeweils um 23 Uhr im Südwesten.

Saturn, der sich im Sternbild Schlangenträger befindet, zieht sich im Verlauf des Monats immer mehr vom Morgenhimmel zurück. Geht er am Anfang des Monats um 4:30 Uhr unter, so ist er Ende Juli bereits nach 2:30 Uhr nicht mehr am Nachthimmel zu finden.

Die Begegnung von Saturn und dem fast vollen Mond kann am 6. Juli um 23:45 Uhr im Süden beobachtet werden.

Mond

Vollmond ist am 9. Juli. Dann steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Am 23. Juli ist schließlich Neumond.

Fixsterne

Der Große Wagen steht um Mitternacht im Nordwesten. Mit dem Bärenhüter im Westen ist eines der Frühlingssternbilder, die sich zunehmend vom Nachthimmel verabschieden, noch vollständig vertreten. Im Zenit findet man das ausgedehnte Sternbild Herkules. Zwischen Bärenhüter und Herkules liegt die Nördliche Krone. Der Name ihres Hauptsterns Gemma bedeutet Edelstein.

Hoch im Süden funkelt unübersehbar das Sommerdreieck. Es besteht aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, welche die hellsten Sterne der Sternbilder Leier, Schwan und Adler sind. Darunter, nur knapp über dem Horizont, ziehen der Schütze und der Skorpion ihre Bahn über den Nachthimmel. Sie können in unseren Breitengraden nie vollständig gesehen werden. 

Im Osten sind mit Pegasus und Andromeda bereits zwei der typischen Herbststernbilder aufgegangen.

Am frühen Morgen sind die Sternbilder des Sommers in den Westen und Südwesten gerückt. Der Große Wagen steht tief im Norden und die Frühlingssternbilder haben sich nun vollständig zurückgezogen. Den Süden und Südosten dominieren die charakteristischen Sternbilder des Herbstes. Im Osten werden sie gefolgt von Stier und Fuhrmann, den ersten Wintersternbildern, die zum Ende des Sommers hin zunehmend am Morgenhimmel erscheinen.

 

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)