Aktueller Sternenhimmel August 2017

Das erwartet Sie im August am Nachthimmel:

Planeten

Merkur kann, genau wie im Juli, nicht am Nachthimmel gesichtet werden.

Unser innerer Nachbarplanet Venus zeigt sich weiterhin im Osten am Morgenhimmel. Momentan steht sie in den Zwillingen, am 24. August wechselt sie in das Sternbild Krebs. 

Im Verlauf des Monats verspäten sich ihre Aufgänge: Während Venus Anfang August ab 3 Uhr am Himmelszelt erstrahlt, geht sie am 31. August erst gegen 4 Uhr auf. Eine Begegnung mit der Sichel des abnehmenden Mondes kann am 19. August um 5 Uhr im Osten beobachtet werden.

Mars, der äußere Nachbarplanet der Erde, ist im August nicht zu sehen.

Der Gasriese Jupiter ist in den Abendstunden im Westen zu finden. Er befindet sich im Sternbild Jungfrau und nähert sich deren bläulichen Hauptstern Spica. Der größte Planet unseres Sonnensystems zieht sich zunehmend vom Abendhimmel zurück: Geht er am 1. August noch um 23:15 Uhr unter, so ist Jupiter zu Monatsende bereits um 21:30 Uhr unter den westlichen Horizont gesunken. Ein schöner Anblick bietet sich am 25. August um 21 Uhr wenn der zunehmende Mond im Westen Jupiter begegnet.

Saturn ist im August vor allem in der ersten Nachthälfte am Himmel vertreten. Der im Schlangenträger stehende Planet verlagert seine Untergänge von 2 Uhr zu Monatsbeginn auf 23:45 Uhr am Ende des Monats. Der Ringplanet zeigt sich gleich zweimal zusammen mit dem Mond und zwar am 2. August gegen 22:30 Uhr und am 30. August um 21 Uhr, jeweils im Süden.

Mond

Am 7. August ist Vollmond. An diesem Abend ereignet sich zudem eine partielle Mondfinsternis. Dabei wandert der Mond durch einen Teil des Kernschattens der Erde. Von Mannheim aus ist die maximale Verdunklung um 20:20 Uhr nicht sichtbar, da der Mond hier erst um 20:48 Uhr aufgeht. Ein Teil der partiellen Phase kann in Horizontnähe beobachtet werden, denn diese endet um 21:18 Uhr.

Neumond ist am 21. August. Dabei kommt es in diesem Monat zu einer totalen Sonnenfinsternis, die allerdings nur in den USA zu sehen ist.

Fixsterne

Um Mitternacht steht der Große Wagen im Nordwesten. Im Westen findet man das ausgedehnte aber eher lichtschwache Sternbild Herkules. Den Südwesten dominiert das Sternbild Schlangenträger, in welchem sich Saturn momentan befindet. Das Sommerdreieck aus den Sternen Vega, Deneb und Atair, die die hellsten Sterne von Leier, Schwan und Adler sind, funkelt im Süden. Im Südosten erinnern Pegasus und Andromeda an den bevorstehenden Herbst. Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, steht hoch im Nordosten, gleichzeitig kündigt sich tief am Nordosthorizont mit dem Stier, der im Aufgang begriffen ist, bereits das erste Wintersternbild an.

Vier Stunden später hat der Große Wagen auf seiner Bahn um den Polarstern seine tiefste Position im Norden erreicht, während Kassiopeia im Zenit steht. Das Sommerdreieck ist in den Westen gerückt und das Herbstvierreck aus Pegasus und Andromeda zeigt sich nun hoch im Süden. Tiefer im Süden können die ausgedehnten Sternbilder Wassermann und Walfisch beobachtet werden. Zum Stier haben sich im Osten inzwischen auch weitere typische Sternbilder des Winters wie Fuhrmann, Zwillinge und Orion gesellt.

Sternschnuppen

Zwischen dem 8. und dem 12. August treten die Perseiden in Aktion. Das Maximum wird am 11. August in den Morgenstunden mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet, allerdings stört in diesem Jahr das Licht des Mondes bei der Beobachtung. Die Perseiden sind mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde sehr schnelle Objekte und gelten darüber hinaus als der reichste und schönste Sternschnuppenstrom. Ursprungskomet ist der im Jahre 1862 entdeckte Komet 109P/Swift-Tuttle.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium

(Zeiten in MESZ, gültig für Mannheim)