Aktueller Sternenhimmel Januar 2017

Das erwartet Sie im Januar am Nachthimmel:


Planeten

Im Januar taucht der flinke Merkur für mehrere Tage am Morgenhimmel auf. Der im Sternbild Schütze stehende Planet kann vom 8. bis zum 24. Januar im Südosten beobachtet werden. Da seine Aufgänge erst kurz vor Sonnenaufgang erfolgen, ist Merkur nur mit Mühe auffindbar.

Venus ist weiterhin am Abendhimmel im Südwesten vertreten. Sie steht im Sternbild Wassermann und wechselt am 23. Januar in die Fische. Ihre Untergänge verschieben sich im Verlauf des Monats um ungefähr eine Stunde nach hinten, von 20:45 Uhr am 1. bis hin zu 21:45 Uhr am 31. Januar. Am letzten Tag des Monats haben wir gegen 20 Uhr die Möglichkeit, eine Konstellation aus Venus, Mars und der Mondsichel zu erspähen.

Der rötliche Mars, der im Wassermann steht, ist im Januar ebenfalls am Abendhimmel zu finden. Ab dem 19. Januar sieht man ihn im Sternbild Fische. Die Zeiten seiner Untergänge bleiben relativ konstant: Am 1. Januar erreicht er um 21:50 Uhr den Horizont, am Monatsende geht er um ungefähr 22 Uhr unter. Bei seinem Lauf über den Sternenhimmel wird unser äußerer Nachbarplanet von der Venus verfolgt, die ihn aber nicht einholt. 

Jupiter kann in der gesamten zweiten Nachthälfte im Sternbild Jungfrau in der Nähe von dessen bläulich leuchtendem Hauptstern Spica erblickt werden. Der Gasriese geht gegen Monatsende bereits kurz vor Mitternacht auf und ist bis Sonnenaufgang zu sehen. Am 19. Januar bietet sich im Süden um 6 Uhr ein schöner Anblick, wenn Jupiter, der Halbmond und Spica in einer Reihe stehen.

Saturn ist ab der Monatsmitte tief im Südosten im Sternbild Schlangenträger sichtbar. Der Ringplanet geht, genau wie Merkur, nur knapp vor Sonnenaufgang zwischen 5:30 Uhr und 6 Uhr auf und ist daher nur für eine kurze Zeit zu beobachten.

Mond

Am 12. Januar ist Vollmond. Mitte Januar steht der Erdbegleiter in der Nähe des Sterns Regulus im Löwen. Im Süden kann diese Konstellation um 3 Uhr entdeckt werden. Gegen Ende des Monats, am 28. Januar, wird von der Erde aus gesehen nur die Rückseite des Mondes von der Sonne beleuchtet. Es ist Neumond. 

Fixsterne

Abends findet man den Großen Wagen, der Teil des Sternbilds Große Bärin ist, im Nordnordosten. Hoch im Westen kann man zu Beginn der Nacht die Herbststernbilder Andromeda und Pegasus erblicken, das Sommerdreieck ist bereits untergegangen. Die Tierkreissternbilder Wassermann und Fische, in denen sich im Januar 2017 unsere Nachbarplaneten Venus und Mars aufhalten, stehen unterhalb der Herbststernbilder, ebenfalls im Westen. Im Südosten haben die Wintersternbilder Einzug gehalten. Am frühen Abend finden sich – mit Ausnahme des Großen Hunds – bereits alle Sterne des Wintersechsecks über dem Horizont.

Im weiteren Verlauf der Nacht geht das Herbstviereck im Westen unter. Das Wintersechseck, bestehend aus den hellsten Sternen der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer Hund, Kleiner Hund und Zwillinge, erscheint nun in ganzer Pracht und funkelt unübersehbar im Süden. Währenddessen sind im Osten und Nordosten schon die Frühlingssternbilder Löwe und Bärenhüter über den Horizont geklettert und erinnern in dieser kalten Jahreszeit an die bevorstehenden wärmeren Tage.

Zum Ende der Nacht hin ist das Wintersechseck in den Westen des Himmelszelts gerückt. Der Große Wagen erreicht im Zenit seine höchste Position und Löwe, Bärenhüter und Jungfrau sind im Süden zu erkennen. Im Osten sind mit den Sternbildern Schwan, Leier und Adler bereits Vorboten des Sommers am Firmament erschienen.

Sternschnuppen

Vom 1. bis zum 10. Januar zeigen sich die Quadrantiden am Nachthimmel. Das Maximum wird für den 3. Januar erwartet. Der auch als Bootiden bezeichnete Sternschnuppenstrom ist am besten in den Morgenstunden zu beobachten. Dabei sollen pro Stunde bei optimalen Bedingungen maximal 12 der 40 Kilometer pro Sekunde schnellen Sternschnuppen gesehen werden können. 

  

Quelle Sternkarte: Stellarium