Aktueller Sternenhimmel Oktober 2017

Das erwartet Sie im Oktober am Nachthimmel:


Zeitumstellung

Am 29. Oktober beginnt die Winterzeit (MEZ). Die Uhren werden um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt.

Die Zeitangaben in diesem Text beziehen sich auf die Sommerzeit (MESZ), sofern nichts Weiteres angegeben ist.


Planeten

Der kleinste Planet unseres Sonnensystems, Merkur, kann im Oktober nicht am Nachthimmel gefunden werden.

Venus zeigt sich auch in diesem Monat im Osten am Morgenhimmel. Bis zum 9. Oktober steht sie im Löwen und wechselt dann in das Sternbild Jungfrau. Ihre Aufgänge verspäten sich im Lauf des Monats immer mehr: Während Venus am 1. Oktober noch um 5 Uhr aufgeht, betritt sie Ende des Monats erst um 5:45 Uhr MEZ die Himmelsbühne. Der innere Nachbarplanet der Erde bietet uns im Oktober gleich zweimal die Möglichkeit, eine schöne Konstellation zu sehen. Die enge Begegnung zwischen Venus und Mars kann am 5. Oktober gegen 6 Uhr im Osten beobachtet werden; am 18. Oktober gesellt sich um 6:30 Uhr zu den beiden Planeten noch die schmale Sichel des abnehmenden Mondes.

Mars ist am Morgenhimmel im Osten vertreten. Der im Löwen stehende Planet geht am Anfang des Monats um 5:30 Uhr auf. Am 12. Oktober wechselt er in das Sternbild Jungfrau. Da die Aufgänge des Mars zunehmend früher erfolgen, leuchtet er zu Monatsende bereits ab 4:20 Uhr MEZ am Nachthimmel. 

Der Gasriese Jupiter hat sich Ende September vom Nachthimmel verabschiedet und bleibt auch im Oktober unsichtbar. Der sich im Sternbild Jungfrau befindende Planet steht am 26. Oktober in Konjunktion mit der Sonne. Zu diesem Zeitpunkt erreicht Jupiter mit ungefähr 963 Millionen Kilometern die größte Entfernung zur Erde in diesem Jahr.

Saturn ist am Abendhimmel im Südwesten zu finden, zieht sich allerdings immer weiter zurück. Der Ringplanet steht im Sternbild Schlangenträger und geht am 1. Oktober gegen 22:15 Uhr unter. Am Ende des Monats ist er bereits um 19:20 Uhr MEZ unter den Horizont gesunken. Allein wegen der immer früher einsetzenden Dunkelheit, kann Saturn um diese Zeit noch beobachtet werden.


Mond

Vollmond ist am 5. Oktober. Vierzehn Tage später, am 19. Oktober, ist von der Erde aus nur die unbeschienene Seite des Mondes zu sehen. Es ist Neumond.


Fixsternhimmel

Dank der zunehmend früher einsetzenden Dunkelheit werden die Zeiten, in denen der Nachthimmel beobachtet werden kann, immer länger.

Um 20 Uhr abends steht der Große Wagen im Nordwesten. Im Westen sind der Bärenhüter und das eher lichtschwache und ausgedehnte Sternbild Herkules zu finden, während im Südwesten vor allem der Schlangenträger ins Auge fällt. Hoch im Süden funkelt unübersehbar das Sommerdreieck bestehend aus den Sternen Deneb, Vega und Atair. Diese sind jeweils die hellsten Sterne der Sternbilder Schwan, Leier und Adler. Weiter im Osten haben die typischen Herbststernbilder Andromeda und Pegasus Einzug gehalten. Etwas tiefer erstrecken sich die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische über den Himmel. 

Nach vier Stunden, also um Mitternacht, hat sich der Anblick des Sternenhimmels deutlich verändert. Der Große Wagen hat seine niedrigste Position tief im Norden durchschritten, das Sommerdreieck ist in den Westen gerückt. Den Süden dominieren die Sternbilder des Herbstes und Kassiopeia – wegen seiner charakteristischen Form auch Himmels-W genannt – zeigt sich fast im Zenit. Im Osten sind mit Stier, Fuhrmann und den Zwillingen die ersten Wintersternbilder aufgetaucht. Auch der Himmelsjäger Orion befindet sich auf dem Vormarsch.

Am frühen Morgen hat sich die Himmelskugel ein weiteres Mal ein ordentliches Stück weitergedreht. Der Große Wagen ist im Nordosten angelangt, Pegasus und Andromeda haben sich gemeinsam mit den anderen Herbststernbildern in den Westen zurückgezogen. Im Süden zieht das Wintersechseck als beherrschende Figur alle Blicke auf sich. Es besteht aus den hellsten Sternen der Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion, Großer und Kleiner Hund und den Zwillingen. Mit dem Löwen kann im Osten bereits ein typisches Frühlingssternbild gefunden werden.

 
Sternschnuppen

Von Anfang Oktober bis Anfang November treten die Orioniden in Aktion. Die beste Beobachtungszeit ist ab Mitternacht, da dann das Sternbild Orion, aus welchem die Sternschnuppen zu kommen scheinen, aufgegangen ist. Zum Maximum in der Nacht auf den 21. Oktober werden pro Stunde bis zu 20 Sternschnuppen erwartet. In diesem Jahr wird man zudem nicht von Mondlicht gestört, da am 19. Oktober Neumond ist.

 

Quelle Sternkarte: Stellarium